Am Abend des 31. Juli, als die letzte Pose eingenommen und die Bühnenbeleuchtung eingeschaltet wurde , erhob sich das gesamte Publikum im Andong Kultur- und Kunstzentrum in der Provinz Nord-Gyeongsang, Südkorea. Der Applaus war ohrenbetäubend und dauerte fast zehn Minuten.

Das Shenzhen Opera and Dance Theatre feierte die Südkorea-Premiere seines Tanzdramas „Wing Chun“. Unter den Gästen der Aufführung waren der chinesische Botschafter in Südkorea, Dai Bing, Zhang Ling von der Shenzhen Association for Cultural Exchange with Foreign Countries, der Generalkonsul in Busan, Chen Ribiao, die Vizegouverneurin der Provinz Nord-Gyeongsang, Yang Geum-hee, der Bürgermeister von Andong, Kwon Ki-chang, und der Stadtratsvorsitzende Lee Jae-gap . Das Werk, das Kampfkunst mit zeitgenössischem Tanz verbindet, begeisterte die über 1.200 Zuschauer .
„Die Bühne, das Tanzdrama und die Kampfkunst waren perfekt miteinander verwoben!“, sagte ein Zuschauer in Andong nach der Premiere. Andong, wo die Premiere stattfand, ist eine wichtige Wiege des Konfuzianismus in Korea und gilt als „Hauptstadt der koreanischen spirituellen Kultur“.
Letztes Jahr war Südkorea erfolgreich Gastgeber des APEC-Treffens in Gyeongju, Provinz Nord-Gyeongsang; dieses Jahr übernimmt China die Ausrichtung in Shenzhen, einer Stadt der Innovation und Offenheit. Obwohl die Aufführung bereits beendet ist, hat sich der Gedanke an Shenzhen still und leise in den Herzen der Zuschauer festgesetzt. „Durch dieses Tanzdrama habe ich zum ersten Mal von Shenzhen erfahren und möchte die Stadt unbedingt besuchen!“, sagte eine Zuschauerin, die ihr Kind mitgebracht hatte.
„Wing Chun“ zeichnet sich durch die Verschmelzung von Tanz und Kampfkunst aus und bringt das nationale immaterielle Kulturerbe des Wing Chun sowie die Färbe- und Veredelungstechniken des Xiangyun-Garns auf die Bühne. Die gesamte Show nutzt eine zweigleisige Erzählstruktur, die das legendäre Leben des Großmeisters Ip Man mit den Traumgeschichten zeitgenössischer Filmemacher verbindet, um die spirituelle Essenz der herausragenden traditionellen chinesischen Kultur zu präsentieren und durch Körpersprache einen interkulturellen Ausdruck zu erzielen.
Berichten zufolge wurde „Wing Chun“ seit seiner Premiere weltweit 336 Mal aufgeführt, erreichte rund 460.000 Zuschauer und wurde in über 50 Städten gezeigt. Der Erfolg von „Wing Chun“ ist ein weiteres Beispiel für das florierende Kunstökosystem Shenzhens – ein Modell, das an einen tropischen Regenwald erinnert.

Nach dem erfolgreichen Gastspiel in Südkorea wird Wing Chuns Welttournee fortgesetzt. Die Show plant, in der zweiten Jahreshälfte 2026 weitere Tourneen im Ausland zu starten und aktiv in etablierte Märkte für darstellende Künste im asiatisch-pazifischen Raum und in Europa zu expandieren.