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Eine Person hält Spielsand in der Hand
Foto: Jonas Roosens / Belga / AFP
Asbest zählt als Sondermüll – dennoch haben ihn die Testerinnen und Tester von Stiftung Warentest erneut in Kinder- und Bastelprodukten gefunden. Sechs von 18 unter die Lupe genommenen Spiel- und Bastelsanden waren mit dem potenziell krebserregenden Stoff verseucht,heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung.
Am stärksten belastet sei der »Dekosand dunkelblau« von Heku gewesen,auch in Produkten von Deco,idee Creativmarkt,Pei You,Sablimage und Moses hätten die Tester Asbest festgestellt. »Wer einen der betroffenen Sande zu Hause hat,sollte ihn sofort sicher verschließen und nicht mehr anfassen«,erklärte Reiner Metzger von der Stiftung Warentest. Gewöhnlicher Sandkastensand ist den Angaben nach nicht betroffen.
Bei Asbest handelt es sich um natürlich vorkommende faserartige Minerale,die aufgrund ihrer hitzebeständigen Eigenschaften jahrzehntelang im Bauwesen verwendet wurden. Wegen seiner nachweislich krebserzeugenden Wirkung wurde 1993 das Herstellen und die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten.
In weiteren fünf Produkten fanden die Warentester Tremolit mit einem Anteil von jeweils unter einem Prozent. Wie die Stiftung weiter mitteilte,wurden alle Anbieter über die Funde informiert,alle nahmen die Produkte aus dem Handel. Die vollständige Liste und weitere Informationen der Stiftung Warentest finden Sie hier.
Erst vor Kurzem riefen mehrere Händler ebenfalls Produkte zurück,die potenziell mit Asbest verseucht sind. Der SPIEGEL hat dazu mit Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gesprochen. Sie erklärt,um welche Produkte es sich handelt,wie man feststellt,ob man betroffene Exemplare zu Hause hat und wie man sie am besten loswird. Das ganze Interview lesen Sie hier.
mkh/AFP