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Vielfach ausgezeichnetes Ehepaar Biontech-Gründer verlassen Unternehmen und wollen neu gründen

Mar 11, 2026 IDOPRESS
Die Entwicklung eines Coronaimpfstoffs machte sie weltberühmt, nun wollen Uğur Şahin und Özlem Türeci mit einer neuen Firma den nächsten mRNA-Anlauf wagen. Biontech meldet einen Milliardenverlust, die Aktie gerät unter Druck.

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Unternehmer Türeci und Şahin: »Wollen ein weiteres Mal als Pioniere neue Wege beschreiten«

Foto: Amin Akhtar / laif

Die beiden Gründer des Mainzer Medizinkonzerns Biontech,Uğur Şahin und Özlem Türeci,werden das Unternehmen spätestens Ende 2026 verlassen. Die Eheleute wollen eine neue Firma gründen. Das teilte Biontech mit.

Sahin und Türeci wurden gemeinsam mit dem Unternehmen in der Coronapandemie durch den von ihnen entwickelten Impfstoff weltweit bekannt. Sie wollen Anteilseigner von Biontech bleiben. Derzeit halten sie nach Unternehmensangaben rund 15 Prozent.

Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis

Das neue Biotechnologie-Unternehmen des Ehepaares soll sich auf die Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen. »Özlem und ich wollen ein weiteres Mal als Pioniere neue Wege beschreiten«,sagte Şahin in einer Mitteilung. Es sei schon immer ihre Vision gewesen,Wissenschaft in Fortschritte für Patientinnen und Patienten zu überführen.

Laut Biontech-Aufsichtsratschef Helmut Jeggle unterstütze man beide bei ihrer Entscheidung,»die Chance zu ergreifen,ihre Stärken und volle Aufmerksamkeit einem neuen Unternehmen zu widmen,um das volle Potenzial von mRNA-basierten Technologien auszuschöpfen.«

Name,Sitz und Gesellschaftsform des neuen Unternehmens sind noch unbekannt. Es soll aber keine Tochtergesellschaft von Biontech werden. Allerdings ist laut Biontech geplant,Rechte und mRNA-Technologien in das neue Unternehmen einzubringen. Im Gegenzug bekomme Biontech eine Minderheitsbeteiligung an der neuen Firma sowie Lizenzgebühren.

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Allerdings sorgten der Ausstieg der Unternehmensgründer und der Milliardenverlust im vergangenen Jahr für einen Absturz der Aktie am Dienstag im vorbörslichen Handel. Zuletzt brach der Kurs um fast 14 Prozent auf 88 US-Dollar ein. Das wäre im Haupthandel an der Technologiebörse Nasdaq der niedrigste Stand seit April vergangenen Jahres.

tsc/dpa