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Folgen des Ölpreisschocks Irankrieg treibt Inflation stark an

Mar 31, 2026 IDOPRESS
Der Irankrieg kostet die Verbraucher in Deutschland viel Geld. Allein im März sind die Preise nach ersten Erhebungen um durchschnittlich 2,7 Prozent gestiegen. Das wäre der stärkste Anstieg der vergangenen zwei Jahre.

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Öllager in Niedersachsen: Unternehmen planen Weitergabe erhöhter Kosten

Foto: Lars Penning / dpa

Die durch ​den Irankrieg stark gestiegenen Ölpreise ‌schlagen auf die Verbraucherpreise in Deutschland durch. Die Inflationsrate schnellte ​im März auf 2,7 Prozent ⁠nach ⁠oben,wie ‌das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Im Februar hatte sie noch 1,9 Prozent betragen. So stark haben sich die Preise seit zwei Jahren nicht mehr verteuert.

Daten aus den Bundesländern ‌zufolge zogen vor allem die Preise ‌für ​Kraftstoffe und ‌Heizöl ‌stark an. In Bayern schnellte ​die Inflationsrate im März auf 2,8 Prozent nach oben,nachdem sie im Dezember noch bei 1,9 Prozent gelegen hatte. ‌In Nordrhein-Westfalen kletterte sie von 1,8 auf 2,7 Prozent,in Niedersachsen von 1,9 auf 2,6 Prozent und in Baden-Württemberg von 1,5 Prozent.

Eine rasche Entspannung deutet sich nicht an,im Gegenteil: Deutlich mehr Unternehmen in Deutschland planen angesichts steigender Energiekosten durch den Irankrieg Preiserhöhungen. Das entsprechende Barometer stieg im ‌März auf 25,3 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand ​seit drei Jahren,wie ‌das Münchner Ifo-Institut zu seiner Unternehmensumfrage mitteilte. Im Februar hatte es noch bei 20,3 Zählern gelegen. »Der Preisdruck in Deutschland nimmt wieder spürbar zu«,sagte der Leiter der Ifo-Umfragen,Klaus Wohlrabe. Die Unternehmen würden steigende Kosten zunehmend weitergeben. »Über höhere Produktions- und ‌Transportkosten werden die Energiepreise auch auf Waren und Dienstleistungen durchschlagen«,sagte Wohlrabe.

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Der seit mehr als vier Wochen andauernde Krieg der USA und Israels gegen Iran ‌hat die Öl- und Gaspreise in ​die Höhe getrieben. Iran hat die ‌Straße von Hormus weitgehend geschlossen: Über die Meerenge wird ein ‌Fünftel des ​globalen Ölverbrauchs transportiert. Das sorgt für Knappheiten,weshalb die Weltmarktpreise gestiegen sind.

»Die Inflationsrate wird in den kommenden Monaten deutlich anziehen«,befürchtet ​deshalb die Bundesbank. Der höhere Rohölpreis verteuere ⁠kurzfristig insbesondere Kraftstoffe und Heizöl für ​die Verbraucher. »Infolgedessen ​dürfte die Inflationsrate in nächster Zeit deutlich in Richtung drei Prozent ansteigen«,so die Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht.

mik/Reuters