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US-Kriegsminister Hegseth neben US-Präsident Trump: Anfrage im Namen des hochkarätigen potenziellen Kunden
Foto: Will Oliver / EPA
In den Wochen vor dem Angriff der USA auf Iran hat ein Finanzberater von US-Kriegsminister Pete Hegseth offenbar versucht,eine große Summe in einen Rüstungsfonds zu investieren. Das berichtet die britische Finanzzeitung »Financial Times« in ihrer aktuellen Ausgabe. Sie beruft sich dabei auf Informationen von mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen.
Hegseths Broker bei Morgan Stanley habe im Februar mit Blackrock Kontakt aufgenommen,um über den Kauf von Anteilen an dessen »Defense Industrials Active ETF« zu verhandeln. Dabei sei es um eine Investition in Höhe von mehreren Millionen Dollar gegangen. Die Verhandlungen hätten stattgefunden,kurz bevor die USA eine Militäraktion gegen Teheran starteten.
Die »Anfrage im Namen des hochkarätigen potenziellen Kunden« sei laut den mit der Angelegenheit vertrauten Personen intern bei Blackrock mit einem Vermerk versehen worden,berichtet die »FT« weiter.
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Im US-Verteidigungsministerium folgte dem »FT«-Bericht ein scharfes Dementi. Sean Parnell,Chefsprecher des Pentagon,schrieb auf der Social-Media-Plattform X: »Diese Behauptung ist völlig falsch und erfunden. Weder Minister Hegseth noch einer seiner Vertreter hat Blackrock bezüglich einer solchen Investition angesprochen.« Blackrock und Morgan Stanley lehnten eine Stellungnahme ab.
Hegseth gehört zu den Hauptarchitekten des Krieges gegen Iran und war zudem einer der lautstärksten Befürworter der Trump-Regierung für einen Angriff auf die Islamische Republik,wobei er oft mit der militärischen Macht der USA prahlte. Die Diskussionen über die Verteidigungsinvestition kommen zu einer Zeit,in der Wall-Street-Analysten die Transaktionen an Finanz- und Prognosemärkten im Vorfeld von Entscheidungen der Trump-Regierung genau unter die Lupe nehmen.
mik