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Schwäbischer Modehersteller Britischer Großaktionär Frasers will Hugo Boss übernehmen

Jun 11, 2026 IDOPRESS

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Das Hugo-Boss-Logo auf Jeans

Foto: Bernd Weissbrod/ picture alliance / dpa

Der britische Großaktionär Frasers Group will den schwäbischen Modehersteller Hugo Boss übernehmen. Frasers werde im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots 38 Euro je Boss-Aktie bieten,das teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit. Die Hugo-Boss-Aktie stieg daraufhin.

Das Angebot gilt für alle Aktien,die Frasers nicht bereits besitzt. Zuletzt kamen die Briten nach eigenen Angaben auf einen direkten Anteil von gut 26 Prozent.

Für die restlichen knapp 74 Prozent der Hugo-Boss-Anteile müsste Frasers rund 2 Milliarden Euro hinblättern. Der gesamte Edelschneider aus Metzingen würde so mit rund 2,7 Milliarden Euro bewertet. Einer Mindestschwelle unterliegt das Angebot nicht. Aufsichtsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Zwischen dem Großaktionär und der Führungsspitze von Hugo Boss war es in jüngerer Zeit zu Unstimmigkeiten gekommen. So hatte Frasers dem Aufsichtsratschef Stephan Sturm im Dezember das Vertrauen entzogen. Streit gab es unter anderem um die Dividendenzahlung. Frasers ruderte jedoch am Dienstag zurück und drückte Unterstützung für Sturm und die Dividendenpolitik aus. In der Mitteilung hieß es nun,Frasers sei ein langfristig orientierter Investor von Hugo Boss und stehe weiter zum Aufsichtsratschef sowie zum Vorstandschef Daniel Grieder.

Mehrere Mode-Marken im Portfolio

Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben auch über weitere Finanzinstrumente für Hugo-Boss-Aktien. Die Briten hatten sogenannte Put-Optionen verkauft. Ihnen hätten also von Aktionären und Inhabern der Optionen zu einem gewissen Preis Aktien angedient werden können. Bei Überschreiten der Schwelle von 30 Prozent der Anteile hätte Frasers dann ohnehin ein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre unterbreiten müssen. Frasers habe sich für ein freiwilliges Angebot entschieden,um das Investment in Hugo Boss zu festigen,hieß es von den Briten.

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Frasers gehört mehrheitlich dem britischen Milliardär Mike Ashley. Der Unternehmensgruppe gehören bereits mehrere Mode-Marken,darunter zumeist Sportmarken wie Lonsdale und Everlast. Zudem gehört auch der Onlinehändler Sports Direct zu Frasers.

naw/dpa/Reuters