Energie

Folgen des Irankriegs Öl- und Gaspreise fallen – doch der Sprit wird teurer

Mar 11, 2026 IDOPRESS
Während Rohöl und Gas nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu einem angeblich raschen Ende des Golfkriegs wieder günstiger wurden, klettern die Preise an der Zapfsäule weiter. Mineralölkonzerne wehren sich gegen Abzockevorwürfe.

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Tankstelle in München am gestrigen Montag: Angst vor Rakete-und-Feder-Effekt

Foto: Frank Hoermann / SvenSimon / picture alliance

In Deutschland sind die Spritpreise zu Wochenbeginn weiter gestiegen. Am Montag kostete nun auch Superbenzin der Sorte E10 im bundesweiten Tagesdurchschnitt mehr als zwei Euro pro Liter. Das geht laut der Nachrichtenagentur dpa aus Zahlen des ADAC hervor.

Der Tagesdurchschnittspreis von 2,028 Euro pro Liter bedeutete eine Erhöhung von Sonntag auf Montag um weitere 4,4 Cent. Das ist der höchste Wert für die Benzinsorte seit Mai 2022. Damit ist der Kraftstoff inzwischen 25 Cent teurer als vor Kriegsbeginn. Auch am Dienstagmorgen wuchs der Preis weiter an. Ein Liter E10 kostete im bundesweiten Schnitt 2,095 Euro. Für gewöhnlich ist Sprit in der Früh am teuersten.

Auch Diesel verteuerte sich am Montag deutlich auf 2,171 Euro pro Liter. Das waren 5,4 Cent mehr als am Sonntag und 42,5 Cent mehr als vor Kriegsbeginn. Dienstagmorgen betrug der Preis für einen Liter Diesel 2,237 Euro. Die Spritpreise bewegen sich derzeit auf einem ähnlichen Niveau wie in den ersten Monaten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022. Von den Rekorden kurz nach dem Kriegsausbruch sind sie aber noch um die 15 Cent entfernt.

EU lehnt Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl zur Senkung der Preise ab

Einer der hauptverantwortlichen Auslöser für die erhöhten Treibstoffkosten ist der gestiegene Ölpreis infolge des US-Angriffs auf Iran. Rohöl der Sorte Brent war zu Beginn der Woche zeitweise auf bis auf knapp 120 US-Dollar gestiegen. Das ist gleichbedeutend mit dem höchsten Stand seit Sommer 2022.

US-Präsident Donald Trump kündigte angesichts der steigenden Preise an,einige Ölsanktionen aussetzen zu wollen. Deswegen kam in der EU sogar die Frage auf,ob man nicht die Sanktionen gegen russisches Öl lockern solle. Angesprochen darauf,wollte EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis jedoch nichts davon wissen; eine Lockerung wäre »kontraproduktiv« und würde »Russlands Fähigkeit zur Kriegsführung stärken«,sagte er. Und weiter: »Wir müssen weiter maximalen Druck auf Russland ausüben.«

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Beobachter deuten die Äußerungen von Trump als Versuch,die Märkte zu beruhigen und öffentlich zu signalisieren,dass Schritte zur Beendigung des Kriegs möglich seien. Allerdings machte der US-Präsident keine konkreten Angaben. Zudem nannte er keine weiteren Details zum Plan,Tanker durch die Straße von Hormus am Persischen Golf zu eskortieren.

Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus ist durch den Krieg praktisch zum Erliegen gekommen. Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt.

tsc/hba/dpa/AFP