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Insolvenzverfahren Deko-Kette Depot schließt 66 Filialen

Jun 30, 2026 IDOPRESS

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Depot-Filiale in Hannover: Weitere Schließungen möglich

Foto: Alicia Windzio / dpa

Die Deko-Kette Depot schließt im Zuge des laufenden Insolvenzverfahrens 66 Filialen. Das Unternehmen veröffentlichte auf seiner Internetseite eine entsprechende Liste. »Es geht wirtschaftlich leider nicht anders. Wir können nur Läden betreiben,die rentabel sind«,sagte Depot-Geschäftsführer Christian Gries.

Betroffen sind unter anderem Geschäfte in Berlin,Bonn,Braunschweig,Bremen,Dresden,Erfurt,Hamburg,Karlsruhe,Leipzig,Magdeburg,München und Stuttgart. Die meisten sollen nach dem Räumungsverkauf bis Ende Juli schließen,einige sind bereits geschlossen. Zuvor hatten andere Medien über die Schließungen berichtet.

Übrig bleiben damit laut Gries vorerst gut 80 Depot-Filialen. Es könnten jedoch noch mehr schließen,die Verhandlungen mit den Vermietern dauerten an. Etwa 330 Beschäftigte verlieren Gries zufolge ihren Job. Hinzu kämen weitere Stellen in der Zentrale. Zur Gesamtzahl der verbleibenden Beschäftigten machte er keine Angaben.

Drei Gründe für die Insolvenz

Das Einzelhandelsunternehmen mit Sitz im unterfränkischen Großostheim war kürzlich erneut in finanzielle Schieflage geraten. Im Mai beantragte die GDC Deutschland GmbH beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung.

Als Gründe nannte Gries Zölle,die zunehmende Onlinekonkurrenz durch Plattformen wie Temu sowie die Kaufzurückhaltung der Verbraucher: »Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.«

Depot betrieb vor einigen Jahren noch rund 400 Geschäfte. Während und nach der Coronapandemie kämpfte die Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an. Daraufhin schrumpfte das Filialnetz drastisch auf noch gut 150 Geschäfte. Im Zuge dessen verloren bereits viele Beschäftigte ihren Job.

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Neben Depot meldeten auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz und die Baumarktkette Hellweg kürzlich Insolvenz an. Die auf Raumausstattung und Heimtextilien spezialisierte Kette Hammer schloss im Mai ihre letzten Filialen.

Die Liste der von der Schließung betroffenen Filialen finden Sie hier.

mik/dpa