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Ein Messestand von TKMS in Ottawa
Foto: Justin Tang / ZUMA Press / IMAGO
Kanada soll einem Bericht zufolge der Thyssenkrupp-Marinetochter TKMS den Zuschlag für den milliardenschweren Bau von zwölf U-Booten geben. TKMS habe sich in dem Bieterverfahren durchgesetzt,berichtete die kanadische Tageszeitung »The Globe and Mail«. Danach legte die TKMS-Aktie zeitweise elf Prozent zu. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme ab. Die kanadische Regierung wolle ihre Entscheidung am Montagabend Ortszeit mitteilen,so der Medienbericht.
TKMS treibt seit Monaten seine Bemühungen um den milliardenschweren U-Boot-Auftrag aus Kanada voran. Unterstützt wird das Unternehmen von der Bundesregierung und dem Partner Norwegen. »Wenn es gelingt,dann wird das Kanada an uns für Jahrzehnte binden«,zitiert die Nachrichtenagentur dpa am Tag vor dem Nato-Gipfel aus deutschen Regierungskreisen. Der Gipfel beginnt am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara. (Lesen Sie hier mehr dazu.)
TKMS-Chef Oliver Burkhard hatte im Vorfeld angekündigt,den Auftrag mit einem umfassenden Industriepaket an Land ziehen zu wollen. Die Gespräche gingen weit über U-Boote hinaus und umfassten mögliche Investitionszusagen in den Bereichen seltene Erden,Bergbau,künstliche Intelligenz und Batterieproduktion für den Automobilsektor.
Die Thyssenkrupp-Tochter hatte für den Bau von sechs Exemplaren des neuen Bootstyps 212CD bereits einen Auftrag der norwegischen Regierung erhalten. An dem gleichen Modell ist auch Kanada interessiert. Sollte sich Kanada für TKMS als bevorzugten Bieter entschieden haben,wäre damit noch kein Auftrag verbunden,die Gespräche dürften sich auch danach noch über Monate oder gar Jahre hinziehen.
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Kommt es zum großen Krach oder wird der Nato-Gipfel eine Harmonieshow? Im SPIEGEL-Interview erklärt Sicherheitsexpertin Alexandra de Hoop Scheffer,warum das Treffen in Ankara so wichtig ist und wie der Krieg in der Ukraine enden könnte.
atr/mhs/dpa/Reuters