vzbv-Befragung: 16 Prozent der befragten Haushalte können einen eingebauten Smart-Meter noch nicht nutzen
Nicht nutzbare Smart-Meter können zu finanziellen Nachteilen für Verbraucher:innen führen
Verbraucherzentrale fordert pauschalen Schadensersatz bei nicht verwendbaren Smart-Metern
Ein intelligenter Stromzähler soll Verbraucher:innen dabei helfen,ihren Stromverbrauch besser nachzuvollziehen und von dynamischen Tarifangeboten zu profitieren. Doch eine aktuelle Onlinebefragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt: Etwa jeder sechste Haushalt (16 Prozent) mit eingebautem Smart-Meter kann diesen noch nicht nutzen. Knapp drei von zehn Haushalten (29 Prozent),die ihren Smart-Meter mittlerweile nutzen können,mussten länger als vier Monate auf die Inbetriebnahme warten. Etwa jeder achte befragte Haushalt wartete sogar länger als zwölf Monate (13 Prozent). Betroffene Verbraucher:innen können in dieser Zeit nicht von günstigen Stromtarifen profitieren. Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert deshalb einen pauschalen Schadensersatz für Haushalte,deren Smart-Meter nach dem Einbau nicht oder nur eingeschränkt nutzbar ist.
„Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich darauf verlassen können,dass ein eingebauter digitaler Stromzähler nutzbar ist. Die Ergebnisse unserer Befragung zeigen,dass es beim Smart-Meter-Rollout weiterhin erhebliche Probleme gibt“,sagt Henning Herbst,Energieexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband. „Ein noch schnellerer Einbau von Smart-Metern allein löst keine Probleme. Entscheidend ist,dass die Technik funktioniert und die Haushalte einen konkreten Nutzen haben. Bei nicht funktionsfähigen Stromzählern sollten Verbraucherinnen und Verbraucher pauschalen Schadensersatz erhalten.“
Smart-Meter müssen funktionieren
Eine aktuelle Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands unter 937 Haushalten mit Smart-Meter zeigt,dass intelligente Messsysteme mitunter erst längere Zeit nach ihrem Einbau tatsächlich genutzt werden können. Haushalte können dadurch nicht von den Vorteilen der Smart-Meter profitieren. Für betroffene Verbraucher:innen hat dies Folgen: Dynamische Stromtarife,Verbrauchstransparenz und die daraus resultierenden finanziellen Einsparpotenziale können nicht genutzt werden,obwohl die technischen Voraussetzungen eigentlich erfüllt sein sollten.